Leistungen und Preise
Hausbesuche

Eine Besichtigung der Anlage ist sehr hilfreich und oft unumgänglich zur Abklärung von Krankheiten bei Fischen. Die Grösse und Eigenschaften einer Anlage beeinflusst zudem häufig auch die Therapiemöglichkeiten. Eine Untersuchung der Fische vor Ort ist zudem viel stressarmer für den Fisch als der Transport in die Klinik.
Die Anfahrt verrechnen wir mit 2 Franken pro Kilometer (Fahrspesen und Arbeitszeit). Die weiteren Kosten hängen von den jeweils nötigen Untersuchungen und Eingriffen ab. Für eine Standard-Untersuchung (Konsultation; Narkose, klinische Untersuchung, Entnahme und mikroskopische Beurteilung von Kiemen- und Hautabstrichen von 3 Fischen; kurze Beratung, insgesamt ca. 1 h) ist mit ca. 200 Franken zu rechnen. Zusätzliche Leistungen werden nach Leistungen oder Zeitaufwand verrechnet (180-200.- pro Stunde)

Zusätzliche Laborleistungen:
Bakterienkultur mit Resistenztest: ca. 45 Franken (Fischuntersuchungsstelle, Bern)
KHV-test (PCR): ca. 70 Franken (Virologisches Institut, Tierspital Zürich)
Histologie: ca. 50 Franken (Fischuntersuchungsstelle, Bern)

Anreisekosten: Die unproduktive Zeit im Auto zu verringern ist sowohl in Ihrem als auch unserem Interesse. So können beispielsweise durch gute Koordination mehrere Besuche auf eine Tagestour kombiniert werden. Bestimmt haben Sie Koifreunde in Ihrer Gegend, die an einer Gesundheitskontrolle interessiert sind, wenn die Speziaisten in der Nähe sind.

Vorbeugen ist besser (und günstiger) als heilen
Sprichwörtlich einleuchtend. Trotzdem braucht es meist erst eine schmerzliche Erfahrung, bis wir es glauben. Wir empfehlen generell eine Gesundheitskontrolle im Frühling und im Herbst und haben ein entsprechendes Angebot ausgearbeitet. In dieser Zeit sind in der Regel die grössten Temperaturschwankungen im Teich zu verzeichnen und dies ist problematisch. Das Immunsystem des wechselwarmen Fisch ist nämlich temperaturabhängig, bei Koi beispielsweise arbeitet es erst über 15°C und optimal funktioniert es gar erst bei rund 23°C.
Viele Parasiten und Bakterien vermehren sich jedoch bereits bei Temperaturen um 15°C prächtig, kurze Temperaturanstiege führen zu Massenvermehrung und damit massivem Infektionsdruck. Wenn in einer solchen Situation die Wassertemperatur wieder nahe an 15°C sinkt, kann es sein, dass das Immunsystem des Koi die Pathogene nicht mehr kontrollieren kann. Der Fisch ist gestresst, frisst nicht mehr und wird dadurch noch schwächer. Ein geschwächter Fisch wiederum ist anfälliger auf opportunistische (fakultativ pathogenen) Krankheitserreger. Insbesondere Parasiten und Bakterien, welche in jedem Teich auf klinisch gesunden Trägerfischen vorhanden sind, können einen geschwächten Koi innert Kürze massiv schädigen. Wenn dieser Teufelskreislauf erst einmal angefangen hat, ist es wichtig, gezielt einzugreifen bevor es zu spät ist und nur noch notfallmässiges Eingreifen die Fische rettet.
Eine vorbeugende Kontrolle ist kein Notfall und lässt sich deshalb planen. So können Besuche mit umliegenden Koihaltern koordiniert werden, damit reduzieren sich die Fahrtkosten für jeden einzelnen deutlich.
 
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