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Vorbeugen ist besser (und billiger) als heilen Das ist einleuchtend und wir alle kennen diese Sprichwort. Trotzdem wird häufig bei der Vorbeugung (Prophylaxe) gespart und häufig wird uns erst durch ein schmerzliches Erlebnis bewusst, dass auch unsere Fische nicht vor Krankheiten gefeit sind. Diese Krankheitsursachen und die Zusammenhänge zu erkennen, gezielte Behandlungen vorzunehmen sowie zukünftigen Krankheitsausbrüchen vorzubeugen ist unsere Spezialität. Spezialangebot Gesundheits-check Hintergrund Ein Teich, Aquarium oder Fischzuchtbetrieb kann jahrelang problemlos funktionieren und dann plötzlich, wie aus heiterem Himmel, ist der Teufel los. Die Zusammenhänge zwischen den Fischen und ihrer Umwelt sowie den überall vorkommenden opportunistischen (fakultativ krankmachenden) Erregern (v.a. Bakterien, Pilze und Parasiten) sind komplex, das herrschende Gleichgewicht fragil. Eine kleine Änderung kann ein System aus dem Gleichgewicht bringen; ohne gezielte und schnelle Gegenmassnahme kann eine an sich relativ harmlose Krankheit die Fische soweit schwächen, dass sie anfälliger für andere Erreger werden. Es entsteht ein Teufelskreis, der von reduziertem Wachstum über ernsthafte Gefährdung der Fische mit bleibenden Schäden bis hin zu Todesfällen führen kann. Ein regelmässiger Gesundheits-check macht auch für Fische Sinn Die einfachste und zuverlässigste Methode, eine sich anbahnende Krankheit zu erkennen, basiert auf Wissen um den Zustand der Fische und ihrer Umgebung. Neben den Wasserwerten sollten auch die Fische selbst regelmässig kontrolliert werden. Dazu gehören auch Haut- und Kiemenabstriche, welche auf mikroskopische Parasiten untersucht werden. Insbesondere wenn Fische starken jahreszeitlichen Temperaturschwankungen ausgesetzt sind, sollten diese Untersuchungen jeweils (mindestens) im Frühling und im Herbst durchgeführt werden, denn da kommt es in unseren Breitengraden zu beachtlichen Temperaturschwankungen. Weshalb sind Temperaturschwankungen für unsere Fische problematisch? Ganz zentral: Fische sind wechselwarme Tiere. Das heisst, ihre Körpertemperatur ist direkt anhängig von der Umgebungstemperatur. Jede Fischart hat sich im Laufe der Evolution an eine für sie optimale Temperatur angepasst. In bestimmten Grenzen werden Abweichungen toleriert und wenn diese Grenzen unter- oder überschritten werden, funktionieren wichtige Systeme (z.B. Immunsystem) nicht, es kommt zu Stress und im Extremfall stirbt der Fisch. Als Beispiele für Kaltwasserfische gilt die Bachforelle. Sie fühlt sich bei Temperaturen um 10 Grad wohl, ist auch bei 4 Grad noch aktiv, stirbt jedoch bei ca. 25 Grad. Ein Koi liebt Temperaturen um 23 Grad. Als Karpfen überlebt er jedoch auch Temperaturen von 4 Grad problemlos über mehrere Wochen und toleriert sogar Temperaturen bis über 30 Grad. Ein typischer Warmwasser Aquarienfisch fühlt sich wohl bei 30 Grad; weniger als 20 Grad oder mehr als 40 Grad sind für ihn tödlich. Gesundheits-check bei Koi Gerade im Koiteich spielen die Temperaturschwankungen eine entscheidende Rolle und die Gesundheitsvorsorge sollte darauf abgestimmt werden. Der Koi erträgt wohl eine sehr breite Temperaturspanne von rund 30 Grad. Das heisst aber nicht, dass er sich in diesem ganzen Spektrum auch auf der Höhe seiner Leistungsfähigkeit befindet. Man geht davon aus, dass das Immunsystem der Koi ab rund 15 Grad aktiv ist. Insbesondere im Frühling kann es einige Wochen dauern, bis das Immunsystem richtig in Schwung kommt. Wenn wir eine Krankheit im Koiteich haben, ist ein Ziel, dass der Koi möglichst eine Immunantwort bildet, also in Zukunft vor einer erneuten Infektion mit dem gleichen Erreger geschützt ist. Deshalb ist es wichtig, möglichst alle Krankheitserreger in der Periode mit Wassertemperaturen über 15 Grad zu behandeln. Bei uns sind diese Wassertemperaturen ungefähr von April bis Oktober anzutreffen (natürlich spielen hier die Teichgrösse, Sonneneinstrahlung, Wetter, Heizung etc eine Rolle). Es bietet sich also an, die beiden jährlichen Gesundheits-checks in diese Perioden zu legen. Koi, welche fit und möglichst mit wenig Parasiten beladen in die Winterruhe gehen, überstehen auch einen harten Winter in der Regel gut. Wenn sich im Frühling die Bakterien und Parasiten wieder vermehren, hat ein gesunder Fisch gute Chancen, sich den Herausforderungen zu stellen. Im Gegensatz zu den Koi funktionieren und vermehren sich viele der überall anzutreffenden Parasiten und Bakterien bereits bei rund 15 Grad prächtig. Eine kurzgradige Wärmeeinbruch mit Temperaturerhöhung auf ca. 20 Grad und abschliessender Rückgang auf unter 15 Grad genügt diesen Mikroorganismen zu explosivem Wachstum und der Koi hat sich plötzlich innert Wochenfrist mit 10 oder gar 100 mal mehr Parasiten und Bakterien auseinanderzusetzen. Wie bereits angetönt, braucht der Koi ein paar Wochen konstant wärmere Temperaturen (ca. 20 Grad), um sein Immunsystem voll zu entfalten. Insbesondere bei suboptimalen Wasserbedingungen, wie wir sie häufiger im Frühling, wenn der Biofilter noch nicht 100% läuft, antreffen, sind diese Temperaturschwankungen deshalb besonders gefährlich. Vorbereitungen durch den Kunden: Wir sind Ihnen sehr dankbar, wenn Falls Sie Interesse an unserem Spezialangebot "Gesundheits-check" haben, klicken Sie bitte hier .
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